• vom 21.12.2016, 15:50 Uhr

Kultur

Update: 21.12.2016, 16:25 Uhr

Filmkritik

Blutige Hüttengaudi




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Von Christina Böck

  • Tieffliegende Gedärme: "Angriff der Lederhosenzombies".

Idyllisch, das Rehlein an der verschneiten Lichtung. Aber auch nur, wenn man nicht so genau hinschaut. Und die glühenden Augen nicht sieht. Und dass das Bambi an einem Menschenarm nagt. Das Zombie-Bambi ist Vorhut einer Apokalypse der Untoten, die sich in einer Après-Ski-Hütte formiert. Ungünstig für die zwei Heli-Snowboarder (Laurie Calvert, Oscar Dyekjær Giese), die es sich mit ihrem Extremsport-Energydrink-Gönner verscherzt haben, weil einer davon mit wehender Banane zum Meet & Greet mit dem gelähmten Teenagerfan angeflogen kam. Jetzt sitzen sie am Berg fest, mit der (Ex-) Freundin des Nacktboarders.

Außerdem mittendrin in der Malaise: die resche Hüttenwirtin Rita (Margarethe Tiesel, mehrdeutiger Wahlspruch ihrer Absteige: "It’s all downhill from here") und der grantige Hotelier Franz (Karl Fischer). Schuld an der Norwegerpullitragenden Zombie-Armada ist aber nicht etwa Ritas Schnaps, sondern Franzens "Mirakel" von einer Schneekanone. Die führt nicht nur zu grüner Speibe, sondern auch zu Hunger auf Menschenfleisch. Allerdings findet sich glücklicherweise auf so einer Alm allerlei Verteidigungsmaterial, seien es Krickerl zum Zombieaufspießen, Skistöcke zum Zombieaufspießen oder Schneefräsen zum, naja. In Dominik Hartls "Angriff der Lederhosenzombies" wird mit den gängigen Zutaten des Genres so munter herumhantiert wie mit den Gedärmen von Zombieopfern.

Information

Horror-Komödie
Angriff der Lederhosenzombies
Regie: Dominik Hartl

Dazu gibt es Ingredienzen mit österreichischer Note, Stichwort Donauwalzer. Das ist leidlich unterhaltsam (vor allem durch Tiesel als Schneemobil-Kriegerin) und leidlich spannend, aber mehr leider nicht.





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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2016-12-21 15:53:06
Letzte Änderung am 2016-12-21 16:25:49


Kommentar

Gerechtigkeit durch Milliarden

Manchmal kann es schnell gehen. Es ist nicht lange her, da wurde auch an dieser Stelle beklagt, dass im zeitgenössischen Kino vor allem Männer... weiter





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