Um es gleich vorwegzunehmen: "Life" hat nichts zu tun mit dem vor knapp zwei Jahren herausgekommenen Biopic über das letzte Lebensjahr von James Dean und seine Bekanntschaft mit dem Fotografen Dennis Stock. Hier landet man wieder einmal in einem Schreckensszenario des Weltraums. Genauer gesagt: beim Ridley-Scott-"Alien"-Erbe. Auch "Gravity" ist nicht weit weg, es könnte bis zu "Apollo 13" zurückverfolgt werden.

Schon ewig beschäftigen Forscher wie Nerds die Fragen, was sich wohl auf der dunklen Seite des Mars abspielen würde. Kann man Erosionsspuren als Überreste von Wasser deuten? Und Wasser bezeichnet man als Quelle des Lebens. Als eine Probe-Sonde zu der Internationalen Raumstation geschickt wird, beginnt die Crew mit Glucosefütterung, um endlich Gewissheit zu erlangen. Daraufhin wächst der lebensfähige Mikroorganismus zum unersättlichen "Wesen aus einer anderen Welt" heran und macht sich selbständig. Wobei Ryan Reynolds quasi die Rolle von John Hurt übernimmt. Bei der Verfolgungsjagd bleiben nur Jake Gyllenhaal und Rebecca Ferguson übrig. Sie müssen unbedingt verhindern, dass das Alien zur Bedrohung des Lebens auf der Erde wird. Doch dann kommt es zu Twists, die einem naheliegenden Zweck dienen... Trotz der vielen Genreanleihen läuft der Plot minimalistisch ohne tieferes philosophisches Eindringen ab. Dennoch bleibt die Atmosphäre packend, klaustrophobisch-beklemmend. Insgesamt nicht viel Neues, aber doch erstaunlich spannend.