• vom 11.10.2017, 16:18 Uhr

Kultur

Update: 11.10.2017, 16:40 Uhr

What Happened to Monday

Sieben statt Einer




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Von Thomas Fanta

  • "What Happened to Monday" verbietet Geschwister.

Das Problem der Weltüberbevölkerung wird seit langem viel diskutiert. Bereits in den 1980er Jahren versuchte China die Ein-Kind-Politik. In Indien werden weibliche Föten oft sogar abgetrieben oder gleich nach der Geburt getötet. Auch genügend Filmumsetzungen gibt es zu dem Thema. Hauptsächlich kritische Dokus wie "Population Boom" oder dystopische Scifis. Etwa vom schwächlichen "Geburten verboten" (1972), bis hin zu "Elysium" (2013).

In diese Kerbe schlägt nun auch das anfangs viel versprechende "What Happened to Monday". In naher Zukunft verfügen Regierungen, dass es pro Familie nur ein Kind zu geben hat. Geschwister werden bis in eine bessere Zeit in Cryo-Schlaf gelegt. Als weibliche Siebenlinge zur Welt kommen, müssen sie ein Leben im Geheimen führen, werden vom liebevollen Großvater (Willem Dafoe) aufgezogen und unterrichtet. Sie teilen sich ihre Identität, dürfen nur einmal in der Woche einzeln ins Freie. Ihre Namen gleichen den Wochentagen, also Monday bis Sunday. Als eines Montags die junge Monday nicht zurückkommt, geraten alle in den Fokus des Polizeistaates, ein Katz-und-Maus-Spiel mit dem "Child Allocation Bureau" samt gnadenloser Chefin (Glenn Close) beginnt. Die originelle, tiefsinnige, provokante Prämisse verflacht jedoch zu oberflächlicher Spannungsunterhaltung. Die Optik hingegen beeindruckt, ebenso wie die Darsteller, von denen der Film lebt. Allen voran fasziniert Noomi Rapace in ihren differenzierten sieben Rollen.

Information

Abenteuerdrama
What Happened to Monday, F/USA/B/GB 2017
Regie: Tommy Wirkola
Mit: Noomi Rapace, Glenn Close, Willem Dafoe





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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-10-11 16:24:03
Letzte Änderung am 2017-10-11 16:40:25


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