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Update: 21.02.2018, 17:56 Uhr

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Berufung: Lehrerin

(vf) Grundschullehrerin Florence (Sara Forestier) opfert sich täglich aufs Neue auf, um uneigennützig ihre Schützlinge etwas zu lehren. Bewundernswert geduldig schafft sie es, dem turbulenten Haufen
an Schülern den Lehrstoff zu vermitteln. Doch der vernachlässigte und aggressive Sacha (Ghillas Bendjoudi) aus der Parallelklasse bringt ihre Gefühlswelt als Lehrerin und alleinerziehende Mutter immer mehr aus der Balance in einen Erschöpfungszustand. Das Drehbuch dieser französischen Tragikkomödie wirkt teilweise unausgegoren,
aber dieses Manko gleicht Forestier mit ihrer authentischen Darstellung aus - für Eltern und Pädagogen sicherlich sehenswert.

Die Grundschullehrerin, F 2016
Regie: Hélène Angel.
Mit: Sara Forestier, Vincent Elbaz.

Ringen ums Sprechen

(fan) Dass "The King’s Speech" zum Auslöser für eine Auseinandersetzung mit dem Stottern wird, ist bereits ungewöhnlich. Die Betroffene, Theaterwissenschafterin Birgit Gohlke, die selbst damit zu kämpfen hat, setzt sich unspektakulär mit dem Thema auseinander, wie Menschen mit der Erkrankung umgehen. Unterstützt wird sie von Petra Nickel, die sich selbst als kulturschaffende Logopädin bezeichnet. Ein sehr persönlicher, differenzierter Mix aus Betrachtung und Analyse.

Mein Stottern, A 2017
Regie: Petra Nickel, Birgit Gohlke.

Ganove statt Tyrann

(fan) 1923 verfasste Jules Romains das Stück "Knock" als bittere Farce auf das Aufkeimen des Faschismus wie der Massenpsychose. Dass die mehrfachen Verfilmungen einiges variierten, ist durchaus in Ordnung. Doch hier wird aus dem Arzt, einem manipulativen, größenwahnsinnigen Tyrannen, der die Masse für seine Zwecke missbraucht, bloß ein liebenswerter, charmanter Ganove (Omar Sy), der sich in einem Provinznest die Taschen füllen will. Fragwürdige, flache Komödie.

Docteur Knock - Ein Arzt mit gewissen Nebenwirkungen (Knock), F 2017

Regie: Lorraine Levy.
Mit: Omar Sy, Alex Lutz.

Klischee-Galopp

(fan) Die Verfilmungen von Abenteuern mit Vierbeinern nehmen kein Ende. Die Mäderl-Pferdezeitschrift "Wendy" gibt
es seit mehr als 30 Jahren. Nun kommt in Filmteil 2 zum Ex-Zirkuspferd Dixie noch das Springpferd Penny dazu, das aus seiner Traumatisierung erlöst werden muss. Dann reiht sich ein Klischee an das andere, vom Hof, der vor dem Bankrott steht, bis zum intrigenreichen Spring-Wettkampf. Aber Wendy wird mit allem fertig. Klar. Alles süß dämlich, samt Happy End.

Wendy 2 - Freundschaft für immer, D 2018
Regie: Hanno Olderdissen.
Mit: Jule Hermann, Jasmin Gerat.





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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-02-21 16:47:27
Letzte Änderung am 2018-02-21 17:56:37


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