• vom 08.05.2018, 16:22 Uhr

Kultur

Update: 08.05.2018, 16:51 Uhr

Neu im Kino

Zwischen den Welten




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Thomas Fanta

  • "Was werden die Leute sagen" ist packend und klug.

"Spring!", herrscht der Vater seine völlig verstörte Tochter an, als sie vor einem Abgrund stehen. Nur eines der erschreckenden Momente in diesem Mix von Coming-of-Age und Culture Clash. Der tyrannische Vater liebt zwar seine Tochter, aber die Ehre der Familie und ihr Schein nach außen steht über allem. Was die Leute sagen werden, ist wichtiger als das Leben. Konflikte sind vorprogrammiert.

Information

Drama
Was werden die Leute sagen (Hva vi folk si), D/NOR/SWE 2017
Mit: Maria Mozhdah, Adil Hussain, Sheeba Chadda.
Regie: Iram Haq.

Die pakistanisch-norwegische Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin Iram Haq verarbeitet im zweiten Spielfilm die Erfahrungen ihrer eigenen Jugend, der Kluft zwischen den Welten der abendländischen Gesellschaft und Migranten, die ihre patriarchalischen Traditionen nicht überwinden können. Die in Norwegen aufgewachsene 16-jährige Nisha führt quasi ein Doppelleben: Einerseits folgt sie daheim genau den Traditionen und Wertvorstellungen ihrer pakistanischen Familie, andererseits verhält sie sich außerhalb wie ein ganz normaler Teenie, ist begabte Schülerin, genießt Parties und mehr. Doch als sie vom Vater bei einem harmlosen Flirt mit einem Freund in ihrem Zimmer erwischt wird, verprügelt er den Jungen, verfrachtet Nisha wegen der "Schande" zu Verwandten in das Ex-Heimatland. Die Eskalation nimmt ihren Lauf. Wobei die immensen Konflikte nie plakativ, sondern tiefgründig, dramaturgisch geschickt abgehandelt werden. Fabelhafte Leistung auch der 18-jährigen Debütantin Maria Mozhdah. Alles andere als leichte Kost, aber absolut sehenswert.





Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-05-08 16:27:38
Letzte Änderung am 2018-05-08 16:51:17



Kommentar

Muss man Kracht neu lesen?

Eine der verführerischsten Fallen der Literatur-Interpretation ist der biografische Zugang. Schon in den Anfängen der Freudschen Psychoanalyse... weiter





Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Spagat über dem Atlantik
  2. Männer, die sich selbst im Weg stehen
  3. Vom Feuer des Titanen
  4. In der Sargfabrik in die Sauna
  5. Mehr als ein Versprechen
Meistkommentiert
  1. Französisch schmachten
  2. Taumelnde Begeisterung
  3. Sie lassen sich nicht die Mundart verbieten
  4. Spagat über dem Atlantik

Eleni Foureira aus Zypern während ihres Probe-Auftritts in Lissabon. 

Fritz G. Mayer, Fritz Wotruba, Kirche zur Hl. Dreifaltigkeit, Außenansicht, Wien 23, 1974–1976. Das Siegerfoto mit dem Titel "Venezuela Krise", es zeigt einen 28-jährigen Mann mit brennendem Oberkörper während heftiger Proteste gegen Präsident Nicolas Maduro in Caracas im Mai 2017. 

Romy Schneider wurde am 23. September 1938 als Rosemarie Magdalena Albach in Wien geboren. Die Schauspielerei ist ihr in die Wiege gelegt geworden: Ihre Eltern und sogar ihr Ururgroßvater waren Schauspieler. Ihren Künstlernamen verwendete sie kurz nach ihrer ersten Filmrolle in den 1950ern. Die Schauspielerin Tiffany Haddish posiert auf dem roten Teppich.



Werbung