Immerhin haben sich auch die Beatles getrennt. So versucht Claudia (Lucia Mascino) das Ende ihrer außergewöhnlich leidenschaftlichen Beziehung zu Flavio (Thomas Trabacchi) zu rechtfertigen und auch zu bagatellisieren - Selbsthilfe, um über den Verlust ihrer großen Liebe hinwegzukommen. Beide sind Universitätsprofessoren Ende Vierzig, stehen kurz vor der Hochzeit. Doch nach Jahren der Beziehung driften sie in unterschiedliche Richtungen. Sichtlich erschöpft von den häufigen Streitereien, etwa über den Kinderwunsch, wendet sich Flavio nach und nach ab. Claudia hingegen kämpft weiter um seine Liebe, auch wenn es in einen Kampf gegen Windmühlen ausartet - oft verrückt und überdreht, weigert sie sich loszulassen, während Flavio bereits offen für neue Beziehungen ist.

Francesca Comencini, zeichnet für Regie und Drehbuch verantwortlich, greift ein nur allzubekanntes Thema, nämlich jenes von schmerzendem Liebeskummer, auf. Gezeigt werden zwei unterschiedliche emotionale Konzepte der Problemlösung und des Umgangs mit Schmerz.

Nichts ist zu peinlich

Dazu kommt Ironie und Wortwitz einer oft allzu ausgeflippten Claudia, der offensichtlich nichts zu peinlich sein kann, wenn es um die Liebe zu Flavio geht. So verrückt, dass man Flavios Rückzug sogar nachvollziehen kann. Leider ist der italienische Wortwitz in den deutschen Untertiteln nicht ansatzweise übersetzt.

Komödie/Romanze

Eine Geschichte der Liebe, nicht von dieser Welt (Amori che non sanno stare al mondo), I 2017

Regie: Francesca Comencini.