• vom 29.08.2018, 15:52 Uhr

Kultur

Update: 29.08.2018, 16:47 Uhr

Kurzkritiken

Neu im Kino




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Filme

Road-Movie am Himmel

(greu) Schorsch (Elmar Wepper) ist ein alter Grantler, dem nichts im Leben wirklich passt: Es gibt Zank mit der Ehefrau, ebensolchen mit der Tochter, und Schulden hat der alte Gärtner auch. Also beschließt er kurzerhand, seine zweite Leidenschaft im Leben zu genießen: Mit einer Propellermaschine macht er sich auf zum Nordkap. Unterwegs trifft Schorsch eine junge Frau, die auch ihre ganz eigenen Probleme hat. Florian Gallenberger hat ein Roadmovie auf dem Himmel über Deutschland gedreht, das seine drolligen und schrulligen Momente hat und (dramaturgisch vorhersehbar) von den großen Lebensthemen erzählt. Elmar Wepper ist der Trumpf des Films.

Grüner wird’s nicht, sagte der Gärtner und flog davon
D 2018
Regie: Florian Gallenberger. Mit: Elmar Wepper, Ulrich Tukur, Sunnyi Melles, Emma Badingt.

Die bunte Welt des Verbrechens

(fan) Als einander zwei Berliner Kleinganoven nach Jahren wiedertreffen, lassen sie sich auf einen Falschgeld-Deal ein. Sie geraten in eine Odyssee durch gefährliche Dunstkreise der Unterwelt. Aus der schlichten, schnörkellosen, doch furchterregenden Erzählung "Der Schlüssel" von Ferdinand von Schirach wird eine wilde Gangstergroteske, bei der man schnell den Überblick verliert. Trotz des tollen Ensembles mangelt es an Figurenzeichnungen. Dafür ist der gewaltige visuelle Aufwand Hollywood-ähnlich. Dazu kommen Anleihen an Quentin Tarantino oder Matthew "Kingsman" Vaughn, bis zu "Logan Lucky". Wem ein todschickes Tohuwabohu ausreicht, der wird sicher auf seine Kosten kommen.

Asphaltgorillas
D 2018
Regie: Detlev Buck. Mit: Samuel Schneider, Ella Rumpf, Jannis Niewöhner.

Liebe in Zeiten von Dating-Apps

(fan) "Safari" ist eine Münchner Dating-App, die bei vielen Singles für emotionales Durcheinander sorgt. Eines der Paradoxa der heutigen vernetzten, oft durch Beziehungsängste gekennzeichneten, "modernen" Welt. Hier wird eine Reihe von Leuten vorgeführt, die nur One-Night-Stands suchen, Romantik, ihre große Liebe oder hoffen, ihre Komplexe in den Griff zu bekommen. Offiziell geplant war eine zeitgemäße Adaption von Schnitzlers "Reigen". Das kann man getrost vergessen. Nicht nur, dass die Gesellschaftskritik fehlt, die Episodenkomödie lebt von Klischees, ist nur hie und da witzig. Dem kann auch die prominente Darstellerriege nur wenig entgegensetzen.

Safari-Match Me If You Can
D 2018
Regie: Rudi Gaul. Mit: Justus von Dohnány, Sunny Melles, Elisa Schlott.





Schlagwörter

Kurzkritiken, Filme, Neu im Kino

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2018-08-29 16:02:47
Letzte Änderung am 2018-08-29 16:47:25


Kommentar

Auch ein Ei kann die Welt retten

Judith Belfkih, stellvertretende Chefredakteurin der "Wiener Zeitung". Zur Spitze hin werden die feinen braunen Flecken auf der beigen Grundierung weniger. Die Spitze selbst ist gänzlich Sprenkel-frei... weiter





Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Die Türen: Lieder, die ins Kraut schießen
  2. Die Unwägbarkeiten von Körper und Klang
  3. Martha, Martha, du entschwandest
  4. Bilder der Kälte
  5. Mit Furor zum Feuerzauber
Meistkommentiert
  1. "Kammermusik ist fast wie Urlaub"
  2. Led Zeppelin: Als das Luftschiff fliegen lernte
  3. Martha, Martha, du entschwandest

Der Deutsche gab am Pult im Goldenen Saal des Musikvereins den Kapellmeister Deluxe.

Förderpreisgewinner Christoph Fritz mit Moderatorin Verena Scheitz und "vormagazin"-Chefredakteur Christoph Langecker. Peter Handke bei der Verleihung des 19. Wiener Theaterpreises "Nestroy" im Theater an der Wien. Hier mit dem Preis für sein Lebenswerk.

Neo-Viennale-Chefin Eva Sangiorgi (links) mit der Regisseurin des Eröffnungsfilms Alice Rohrwacher Sozialdemokratische Kundgebung für das Frauenwahlrecht, Wien-Ottakring, 1913



Werbung