Das Schloss aus Glas

Eine schwierige Jugend

  • "Das Schloss aus Glas": hochemotionell, facettenreich.

Bekanntlich schreibt das Leben die seltsamsten Geschichten. In diesem Fall wurde "Das Schloss aus Glas", autobiografischer Bestseller von Jeannette Walls aus dem Jahre 2005, adaptiert. Die später erfolgreiche Gesellschaftskolumnistin (Brie Larson) wurde 1960 als zweitältestes von vier Kindern geboren und wuchs unter schwierigen... weiter





Das Löwenmädchen

Angst vor dem Fremden

  • "Das Löwenmädchen" muss ihren eigenen Weg gehen.

Das "Löwenmädchen" leidet von Geburt an unter dem seltenen Gendefekt Hypertrichose. So wird eine Behaarung über nahezu den ganzen Körper genannt. Bereits die Renaissance berichtet von den "Haarmenschen". Im 19. Jahrhundert arbeiteten einige als Freaks auf Jahrmärkten. Der Mythos des Werwolfs oder "Die Schöne und das Biest" sollen ebenfalls auf der... weiter




Jennifer Lawrence taumelt in "mother!" an der Seite ihres Mannes (Javier Bardem) in ein psychotisches Delirium. - © Paramount

Filmkritik

Die ganze Wut dieser Welt6

  • Darren Aronofsky inszeniert Jennifer Lawrence und Javier Bardem in seinem Horrorfilm "mother!".

Darren Aronofsky gibt unumwunden zu, dass sein neuer Film "mother!" nicht bloß ein Psychothriller von besonderem Ausmaß, sondern auch ein Film mit einer Message ist. Das Drehbuch dazu sei binnen gerade einmal fünf Tagen aus ihm "herausgeflossen", sagte Aronofsky bei der Premiere in Venedig. Er hätte damit auf die immer schlimmer werdende Spirale... weiter




Filmkritik

Völlig allein gelassen3

  • "Die dritte Option": eine Doku über späte Abtreibungen.

Ist die Möglichkeit, Kinder im Mutterleib zu töten, eine Frage der persönlichen Entscheidungsfreiheit, oder ist das gar ein gesellschaftlicher Entscheidungszwang? Dieser Frage geht Thomas Fürhapter in seiner Doku "Die dritte Option" nach; er untersucht darin die Mechanismen, die werdenden Eltern scheinbar die Möglichkeit geben... weiter




Filmkritik

Neu im Kino

Eine nette Boulevardkomödie (fan) Die 47-jährige Mado (Juliette Binoche) und ihre 30-jährige Tochter Avril (Camille Cottin) verstehen sich äußerst gut, könnten aber unterschiedlicher kaum sein. Die Jüngere ist verheiratet und lebt nach genauem Plan, Mado hingegen erlebt nach ihrer Scheidung eine zweite Pubertät und liegt Avril ständig auf der... weiter




Tolle Abenteuer trotz kranker Mama: Adrian (Jeremy Miliker) neben der drogensüchtigen, liebevollen Mutter (Verena Altenberger). - © Polyfilm

Filmkritik

Auf Augenhöhe4

  • "Die beste aller Welten" schildert ein Drogenschicksal aus der Perspektive eines Kindes.

Adrian ist sieben. Da ist man interessiert an Abenteuerspielen und am Herumtollen im Freien - jedenfalls war das einmal so, als es Tablet und Co. noch nicht gab. Adrian ist der Held dieser Geschichte: "Die beste aller Welten" des erst 26-jährigen Salzburger Regisseurs Adrian Goiginger hat einen großen Trumpf... weiter




Filmkritiken

Neu im Kino

Schockierend und entlarvend (greu) Pauline (Émilie Dequenne) ist eine überaus fürsorgliche Krankenpflegerin, die sich nicht nur mit viel Aufwand um ihre Patienten, sondern auch um ihre zwei Kinder und ihren Vater kümmert. So viel Engagement fällt auch einer nationalistischen Partei auf, die Pauline gerne als Bürgermeisterkandidatin gewinnen würde... weiter




Filmkritik

Schuld oder Unschuld?

  • "Meine Cousine Rachel" ist stimmig und stark gespielt.

"In früheren Zeiten pflegte man die Menschen am Kreuzweg zu hängen. Jetzt nicht mehr." Mit diesem kryptischen Satz beginnt der Roman "Meine Cousine Rachel" von Daphne du Maurier. Und damit endet er. Gemeint ist der Wandel der Sühne für Verbrechen. Doch welches Verbrechen? Der Erzähler, der die Geschehnisse aus seiner Sicht schildert... weiter




Filmkritik

Eine moralische Frage

  • Der Klimawandel: "Immer noch eine unbequeme Wahrheit".

Al Gore hätte sich wahrscheinlich eine subtilere Erinnerung daran gewünscht, dass sein Thema "Immer noch eine unbequeme Wahrheit" ist: Die Vereinigten Staaten hätten dazu nicht unbedingt einen Klimaskeptiker zum Präsidenten wählen müssen. 2006 hatte Gore versucht aufzurütteln, indem er mit seinem Oskar-prämierten Dokumentarfilm "Eine unbequeme... weiter




- © Nabis Filmgroup

Die Liebhaberin

Begierden und Grenzen3

  • "Die Liebhaberin" folgt dem Blick einer Haushälterin über den Zaun, wo es Erstaunliches zu sehen gibt.

Menschen, die in einer "Gated Community" leben, reizt irgendwann auch wieder der Blick nach draußen, denn hinter den Fassaden eingezäunter Wohlstandsgemäuer steckt mehr Fadesse, als einem lieb ist. Die abgeschlossene Reichensiedlung, durch einen Wachdienst beschützt und mit großen Einfahrtstoren von der Außenwelt abgeschnitten... weiter




Filmkurzkritiken

Neu im Kino

Mit den Rechten ins Bürgermeisteramt (greu) Krankenpflegerin Pauline (Émilie Dequenne) will für eine rechtspopulistische Partei, die stark der französischen Front National ähnelt, für das Bürgermeisteramt in ihrer nordfranzösischen Heimatgemeinde Hénart antreten. Ihre Familie ist entsetzt, doch Pauline glaubt... weiter




Jugend ohne Gott

Die verlorene Wahrheit

  • "Jugend ohne Gott", Dystopie nach Ödön von Horváth.

Im 1937 erschienenen Roman "Jugend ohne Gott" kritisiert Ödön von Horváth kaum verhohlen die Zustände nach der "Machtergreifung". Die komplex verschlüsselte Ich-Erzählung wird aus der Perspektive eines Lehrers geschildert. Als Vertreter der alten christlich-humanistischen Sicht wird er mit der neuen nationalsozialistischen Ordnung konfrontiert... weiter




The Limehouse Golem

Ripper, aber kein Jack

  • "The Limehouse Golem" bietet Langeweile wie Spannung.

London im Viktorianischen Zeitalter: Inspektor John Kildare (Bill Nighy) wird beauftragt, einen Serienmörder zu schnappen, eine angeblich übersinnliche Kreatur, genannt "The Limehouse Golem". Die Spuren führen ihn auch in die Music Hall. Der burleske Bühnendarsteller Dan Leno (Douglas Booth) und die aufstrebende Jungschauspielerin Lizzy Cree... weiter




Éléonore (Emma de Caunes) fotografiert mit Leidenschaft, kann davon aber nicht leben. Nur eine ihrer Sorgen in "Die Schlösser aus Sand". - © Polyfilm

Schlösser aus Sand

Melancholie in Grau-Beige

  • Bretonische Lebenskrise mit romantischer Verwicklung: "Die Schlösser aus Sand".

Éléonore (Emma de Caunes) steckt in einer Lebenskrise. Sie ist um die dreißig und hat gerade mit ihrem Vater ihren wichtigsten Bezugspunkt verloren. Nun muss sie seinen Nachlass regeln. Sie bittet ausgerechnet ihren Ex Samuel (Yannick Renier), mit dem einiges ungeklärt geblieben ist, ihr zu helfen. Die beiden fahren also in die Bretagne... weiter




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Meinung

Der ORF braucht dringend Lob

Man muss die Feste feiern, wie sie fallen, lautet ein altes Sprichwort. Und wenn gerade keines ansteht, kann man ja trotzdem feiern... weiter





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Shepard Fairey vor seinem Mural am Wiener Flughafen.

Eleni Foureira aus Zypern während ihres Probe-Auftritts in Lissabon.  Fritz G. Mayer, Fritz Wotruba, Kirche zur Hl. Dreifaltigkeit, Außenansicht, Wien 23, 1974–1976.

Das Siegerfoto mit dem Titel "Venezuela Krise", es zeigt einen 28-jährigen Mann mit brennendem Oberkörper während heftiger Proteste gegen Präsident Nicolas Maduro in Caracas im Mai 2017.  Romy Schneider wurde am 23. September 1938 als Rosemarie Magdalena Albach in Wien geboren. Die Schauspielerei ist ihr in die Wiege gelegt geworden: Ihre Eltern und sogar ihr Ururgroßvater waren Schauspieler. Ihren Künstlernamen verwendete sie kurz nach ihrer ersten Filmrolle in den 1950ern.