Wien. Zum 39. Mal lädt das Wiener Konzerthaus zum "Internationalen Musikfest": Von 11. Mai bis 1. Juli machen 66 Veranstaltungen zwischen Orchesterresidenzen, Recitals aus Klassik und Jazz sowie Ausnahmeprojekten, ein Festival aus, das "mehr Mut, mehr Glanz, mehr Freude" ins Programm bringen soll, wie Konzerthaus-Intendant Matthias Naske bei der Präsentation prophezeite.

Konzerthaus-Intendant Matthias Naske. - © apa/Punz
Konzerthaus-Intendant Matthias Naske. - © apa/Punz

Zwischen der "Symphonie der Tausend"- Franz Welser-Möst dirigiert zum Auftakt am 11. und 12. Mai die Wiener Philharmoniker in Mahlers Achter - und dem schmeichelweichen Abschluss-Abend mit Diana Krall (1. Juli) entfaltet sich sechs Wochen lang eine enorme Bandbreite musikalischer Stile.

Martin Grubinger feiert "The Best of Percussive Planet" (17. Juni) und Emanuel Ax begeht tags darauf seinen 70. Geburtstag. Das Orchestre de Paris mahnt mit Brittens ewig aktuellem "War Requiem" (27. Mai) gegen den Krieg und das SWR Symphonieorchester unter Teodor Currentzis mit Schostakowitschs Siebenter gegen den Faschismus (25. Juni).

Xavier de Maistre begleitet Edelsopranistin Diana Damrau auf der Harfe (18. Mai). Pierre-Laurent Aimard spielt die "Goldberg-Variationen" (28. Mai) und Hilary Hahn Bachs Solosonaten und -partiten (13. Juni). Und nachdem die Citoller Tanzgeiger aus der Steiermark die griechische Fanis Trikilis Dance Company begleiten (1. Juni) kehrt das Salonorchester Alhambra mit Tanzmusik aus den 1920er Jahren zurück (19. Juni). Beim Großprojekt "Orfeo & Majnun" arbeitet das Konzerthaus unter Leitung von Airan Berg und Martina Winkel erstmals mit Laien.

Etwa zwei Millionen Euro investiert das Haus in das Festival, das parallel zu den Wiener Festwochen abwechselnd in Konzerthaus und Musikverein stattfindet, aber seit Aufkündigung durch den ehemaligen Leiter Tomas Zierhofer-Kin ohne finanzielle Kooperation auskommen muss. Mit dem Nachfolger Christophe Slagmuylder gibt es wieder Gespräche - und bei dieser Festivalausgabe zumindest einen "Brückenschlag" in Form eines Schwerpunkts auf Komponistin Sofia Gubaidulin.