Wien. Zum elften Mal geht diese Woche der Hilde Zadek Gesangswettbewerb über die Bühne. Beim sängerischen Kräftemessen, das alle zwei Jahre stattfindet, liegt der Fokus diesmal auf der Oper des 21. Jahrhunderts. Die Vorrunden finden am Mittwoch und Donnerstag in der Universität für Musik und darstellende Kunst statt, zum großen Finale am Samstag wird schließlich in den Musikverein geladen.

Gesteigerte Aufmerksamkeit dürfte dem Wettbewerb heuer nicht zuletzt deshalb zukommen, als seine Namensgebern Ende Februar im Alter von 101 Jahren verstorben ist. Die jüdischstämmige Zadek, die am 15. Dezember 1917 im heute polnischen Bromberg geboren wurde, galt als eine der größten Sopranistinnen des 20. Jahrhunderts und hat sich Zeit ihres Lebens für den musikalischen Nachwuchs eingesetzt.

Teilnahmeberechtigt sind Sängerinnen und Sänger ab dem Jahrgang 1989, die ersten drei Preise sind mit insgesamt 20.000 Euro dotiert. In der Jury sitzen u.a. Thomas Quasthoff, Walter Kobera und Birgid Steinberger. Der seit 1999 abgehaltene Wettbewerb findet in Zusammenarbeit der Hildegard Zadek Stiftung mit der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien statt. 2017 konnte sich die US-Sopranistin Monica Dewey durchsetzen: Neben dem Hauptpreis reüssierte sie auch in vier Sonderkategorien.(apa)