Rohrau. Der 2. Internationale Haydn-Wettbewerb für klassisches Lied und Arie ist am Sonntagabend im Haydn-Geburtshaus in Rohrau mit dem öffentlichen Finalkonzert zu Ende gegangen. Den 1. Preis, dotiert mit 8.000 Euro, erhielt der 25-jährige, aus Bosnien und Herzegowina stammende Bassbariton Neven Crnic, der auch den Publikumspreis (2.000 Euro) einheimste.

Crnic gewann in seinem Heimatland Preise bei mehreren Wettbewerben, bevor er 2013 sein Studium bei Tom Sol an der Kunstuniversität Graz begann. Im April 2016 debütierte er an der Oper Graz, deren Ensemble er ab der Saison 2019/20 angehört. 2018 nahm Crnic am Young Singers Project bei den Salzburger Festspielen teil.


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Der Wettbewerb in Rohrau richtet sich an junge Sänger aus aller Welt mit besonderer Begabung und Ausbildung im Bereich Liedgesang und Oper und setzt den inhaltlichen Schwerpunkt auf dem Lied- und Arienrepertoire aus der Zeit der Wiener Klassik.

Zugelassen waren nach dem 1. Jänner 1987 geborene Sängerinnen und nach dem 1. Jänner 1985 geborene Sänger. Zu dem vom Land Niederösterreich und der von Michael Linsbauer geleiteten Haydnregion Niederösterreich zum zweiten Mal ausgerichteten Bewerb hatten sich 45 Teilnehmer angemeldet, 24 waren zu den Vorrunden angetreten, die Jury (Vorsitz: Angelika Kirchschlager) hatte sechs Finalisten ausgewählt.

Neben Crnic war auch die isländische Sopranistin Alfheidur Erla Gudmundsdottir (2. Preis - 4.000 Euro - sowie Preis für die beste Liedinterpretation - 1.500 Euro) zweifach erfolgreich. Der 3. Preis (2.000 Euro) wurde dem deutschen Bariton Johannes Schwarz zugesprochen, Ivana Zdravkova aus Nordmazedonien der Preis für die beste Interpretation einer Arie (1.500 Euro). Weiters in der Finalrunde vertreten waren die japanische Sopranistin Misaki Morino und die britische Sopranistin Iuno Connolly.