Mailand/Wien. Der ursprünglich im Juni 2021 geplante Wechsel von Staatsopern-Chef Dominique Meyer von Wien an die Mailänder Scala wird vorverlegt. Meyer einigte sich mit der Scala, schon am 1. März 2020 die Führung des Opernhauses zu übernehmen, berichtet die Tageszeitung "Corriere della Sera". Der scheidende Scala-Intendant Alexander Pereira geht nach Florenz.

Heuer hatte sich Meyer mit der Scala darauf geeinigt, im Juni 2021 nach Mailand zu ziehen. Nicht ausgeschlossen wird nun, dass Meyer sogar ab Jänner 2020 sein Amt in Mailand antritt. Pereira verlässt am 15. Dezember das Mailänder Theater, eine Woche nach der Saisoneröffnung mit "Tosca" am 7. Dezember, und zieht zum Florentiner Opernhaus "Maggio musicale fiorentino". Die Scala will ein dreimonatiges Führungsvakuum vermeiden, daher könnte Meyer schon im Jänner nach Mailand wechseln.

Meyer und Pereira trafen am Donnerstag in Mailand den Bürgermeister der Metropole Giuseppe Sala, Präsident der Scala-Stiftung, berichtete das Blatt. Bei dem Treffen im Mailänder Rathaus Palazzo Marino wurden die Details des Intendantenwechsels besprochen. Sollte Meyer nicht vor März nach Mailand ziehen können, wird die Generaldirektorin der Scala, Maria Di Freda, vorübergehend das Theater leiten.

Mit einem fünfjährigen Vertrag zieht der 71-jährige Pereira nach Florenz, hatte der Florentiner Bürgermeister Dario Nardella, der das Opernhaus als Präsident der Stiftung leitet, Ende August bekannt gegeben. Die offizielle Ernennung soll bei der nächsten Aufsichtsratssitzung des Florentiner Opernhauses in den nächsten Tagen erfolgen. (apa)