Mit einem populären Programm der slawischen Art machte das Sofia Philharmonic Orchestra unter seinem Chefdirigenten Nayden Todorov in Wien Zwischenstopp: Pantcho Wladigeroff (der bulgarische Komponist lebte von 1899 bis 1978) setzte sich mit der "Bulgarischen Rhapsodie" op. 16 ein bis heute in der Heimat Bulgarien beliebtes Tondenkmal auf eine Volksmelodie, unterwegs zwischen bezauberndem Gesang und ausgelassenen Rhythmen.

Wild ging es mit Igor Strawinskis Suite zum "Feuervogel"-Ballett (in der Version von 1919) weiter: Mit großem Karacho tanzten die Musikerinnen und Musiker mit Königen und Prinzessinnen. Eine bemerkenswerte Veränderung erlebte das Finale, das sich von der sonst flirrenden Szenerie durch nüchterne Analyse abhob.

Plakativ gelang die abschließend präzise exekutierte, meisterhafte Neunte Symphonie von Antonín Dvořák: eifrig bewegte sich das starke Ensemble durch die "Neue Welt", spannend gelang die harsche, atypische Dynamik im Scherzo. Am Schluss kräftiger Applaus.