Eurostat hat den Welttag der Geige am 13. Dezember zum Anlass genommen, den Violinhandel der EU genauer zu analysieren. Im Vorjahr wurden 191.450 der Saiteninstrumente im Gesamtwert von 9,51 Millionen  Euro aus dem EU-Ausland in die Staaten der Gemeinschaft importiert.

Im Gegenzug exportierten die EU-Staaten lediglich 105.000 Violinen, die aber immerhin beim Gesamtwert von 23,3 Millionen Euro höherpreisig  ausfielen als die Importware. Der größte Importeur von Geigen kommt der EU dabei demnächst mutmaßlich abhanden - schließlich geht ein Drittel der Violinimporte (71.300 Exemplare) von außerhalb der EU nach Großbritannien. Nach Deutschland auf Platz 2 gehen hier im Vergleich nur 31.300 Instrumente.

Rückgang in Österreich

Woher eine von außerhalb der EU importierte Geige stammt, ist dabei in der Regel eindeutig zu beantworten: China steht für 99 Prozent (188.500 Geigen). Innerhalb der EU schneidet Rumänien als Geigen-Exportland extrem gut ab: Mit 14.000 Instrumenten steht es für 28 Prozent der EU-Exporte. Ebenfalls aufs Violinexporttreppchen schafft es Dänemark, das mit 12.200 Instrumenten auf einen Marktanteil von 24 Prozent kam, während die Bronzemedaille an Deutschland mit 6400 Stück (13 Prozent Marktanteil) geht.

Österreich kommt mit 51 exportierten Geigen im Gesamtwert von 165.903 Euro nur auf Platz 19 der 28 EU-Länder. Das stellt einen massiven Rückgang zu den meisten Vorjahren dar. 2013 wurden immerhin 854 Violinen aus Österreich in die Welt geliefert. (apa)