Der ungarische Dirigent und Komponist Zoltan Pesko ist im Alter von 83 Jahren verstorben. Der Dirigent starb am Dienstag in Budapest, teilte die Mailänder Scala in einer Presseaussendung am Mittwoch mit.

Der 1937 in Budapest geborene Pesko war in seinen Jugendjahren am ungarischen Nationaltheater sowie beim Fernsehen angestellt. 1964 wanderte er aus und studierte erst an der Accademia di Santa Cecilia in Rom und danach in Basel bei Pierre Boulez. 1965 trat er erstmals als Dirigent des römischen RAI-Sinfonieorchesters auf, danach war er von 1966 bis 1973 an der Deutschen Oper Berlin beschäftigt.

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In den folgenden Jahren trat Pesko international auf und war an großen Häusern in Europa, Nord- und Südamerika sowie der damaligen Sowjetunion zu sehen. 1973 wurde er Chefdirigent des Teatro Comunale in Bologna, drei Jahre später am Theater La Fenice in Venedig. Zwischen 1978 und 1983 leitete er das Orchester der RAI in Mailand.

Danach war er als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper am Rhein sowie als Musikdirektor des Portugiesischen Symphonischen Orchesters und des Lissabonner Opernhauses tätig. Zwischen 2009 und 2011 leitete er die Pannonische Philharmonie in Pecs. 2012 endete Peskos Karriere durch einen Schlaganfall mit halbseitiger Lähmung. Daraufhin kehrte er nach Ungarn zurück.(apa)