Es gibt mehrere Gründe, ein Online-Quiz zu spielen. Der vornehmste ist, sich weiterzubilden. Der menschlichste, mit seinem Wissen zu protzen. Und dann ist da noch ein Argument, das dieser Tage schwer wiegt: Dass sich die Quarantäne-Zeit nicht von allein totschlägt. Was freilich nicht alle wissen: Dass im Netz auch kunstsinnige Gemüter ein forderndes Angebot finden. Darum an dieser Stelle ein Tipp: Sollte in Ihnen ein großes Opernherz pochen und reichlich Fachwissen stecken, putzen Sie Ihre Fenster kein drittes Mal.

Zu niedrig sollte man sich die Rate-Latte freilich nicht legen. Wird das Bayreuther Festspiel-Areal Grüner Hügel oder Brauner Berg genannt?, fragt die Online-"Brigitte" blauäugig. Dann schon lieber eine Seite wie ClassicFM.com, die auch mit schrulligem Denksport aufwartet, etwa: Welche Handlung erzählen die folgenden sechs Emojis? Als Olymp des Opernorakels darf freilich die (englischsprachige) Seite operawire.com gelten. Auch dort fehlt es nicht an Nerd-Humor dank Fragenkatalogen wie "Welche Mozart-Figur wäre Ihr ideales Valentinstags-Date?" und "Welche ‚Aida‘-Figur sind Sie?" (Peitschen Sie Ihre Konkurrenz aus? Oder diskutieren Sie mit ihr?). Es trennt sich aber auch die Spreu vom Weizen. Etwa mit dem Kniffel-Quiz "Wer war’s - Christa Ludwig oder Teresa Berganza?" Oder mit einer Buchstabensuppe, in der sich die Vornamen (!) von Uraufführungsdirigenten verstecken. Aber wie gesagt: Quiz-Seiten sind nicht nur zum Protzen da. Sondern auch zur Fortbildung.