Trifft der Whisky den Kilt, ist der Dudelsack nicht weit. Aber wenn man heute den Tag des Dudelsacks begeht, dieser Sackpfeife, die so klingt, wie Haggis schmeckt, dann möge man, gerade in Wien, bedenken: Sie könnte auch zum Schnitzel einen Walzer tanzen. Denn der Dudelsack g’hört uns auch, und auch wir sollten den heutigen Tag des Dudelsacks richtig feiern bei Schnitzel und Bier, wir Nachfahren des lieben Augustin und seiner Pestgruben-Nacht.

Wie hat er auf sich aufmerksam gemacht? - Auf dem Dudelsack hat er sein Gstanzl geblasen, das auch gemütsmäßig der erste echte Wiener Walzer ist: "Alles ist hin." Falls man ihn aus der Grube geholt hat, allein, um dieses näselnd kratzige Keuchen zu beenden - man müsste dafür Verständnis aufbringen.

Dass kein Wiener Komponist jemals ein Dudelsack-Konzert "Der liebe Augustin" geschrieben hat, spricht Bände. Der Tscheche Jaromír Weinberger hingegen hat der nationalen Märchengestalt "Schwande der Dudelsackpfeifer" ein Opern-Denkmal gesetzt. Und der gebürtige Engländer und naturalisierte Schotte Peter Maxwell Davies hat ihn gar in "An Orkney Wedding with Sunrise" zum Klangsymbol für die aufgehende Sonne erkoren. Darauf einen Highland Park - und bitte nicht nur "a wee drop" davon.