Normalerweise ist es schwer, ein Platzerl auf der Wiese im Getümmel der Outdoor-Klassikfreunde zu finden. Heuer gibt es so ein Wiesenplatzerl zum zweiten Mal gar nicht. Das ist ganz schön unerquicklich, immerhin soll das Wetter halten - was beim Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker ja nicht immer der Fall war. Das traditionelle Freiluftkonzert im Schlosspark Schönbrunn findet nur vor 3.000 ausgewählten Gästen statt. Das ist die aufgrund der Coronapandemie behördlich festgelegte Höchstanzahl. Ein Teil der Sitzplätze geht an Menschen, die in der Pandemie "an vorderster Front im medizinischen Bereich" oder in der Elementarpädagogik tätig waren. Die restlichen Plätze erhalten Partner, die das Sommernachtskonzert am 18. Juni ermöglichen.

Igor Levit als Solist

Das unter dem Motto "Fernweh" stehende Konzert wird erstmals von Daniel Harding dirigiert. Der deutsche Pianist Igor Levit tritt als Solist auf. Zu hören bekommt das Publikum Werke von Bernstein, Verdi, Rachmaninov, Sibelius, Elgar, Debussy und Holst. Von Giuseppe Verdi spielen die Wiener Philharmoniker etwa die Ouvertüre zu "Les vepres siciliennes", von Leonard Bernstein "Symphonic Dances from West Side Story".

Der Schlosspark Schönbrunn wird daher heute Freitag  ab 18.30 Uhr gesperrt. Allen, die dem Konzert nicht vor Ort lauschen können, bietet der ORF eine Alternative. ORF 2 überträgt ab 21.20 Uhr live-zeitversetzt. Auf 3sat ist die Übertragung ab 21.45 Uhr zu sehen. Man kann sich ja die Picknickdecke aufs Sofa legen. (apa/red)