Mit Sorge verfolgt die ukrainische Dirigentin Oksana Lyniv, Musikdirektorin des Opernhauses von Bologna und frühere Chefdirigentin der Oper Graz, die dramatischen Entwicklungen in ihrer Heimat. Die 44-jährige Dirigentin wollte zwar bisher auf Anfrage der "Wiener Zeitung" und der APA keinen Kommentar zur Lage in ihrem Land abgeben, hat jedoch in Sozialen Netzwerken Position bezogen.

"Die ukrainische Nation hat unter großen Opfern und mit dem Blut unserer Vorgänger für ihre Souveränität gekämpft. Es ist unmöglich zuzulassen, dass jetzt wieder ein Krieg im Herzen Europas ausbricht, der uns bedroht und künftigen Generationen das friedliche Leben, die Freiheit und Souveränität unseres Staates nimmt", schreibt Lyniv auf ihrer Facebook-Seite. Die Dirigentin postete ein Bild des russischen Präsidenten Wladimir Putin, auf dem eine blutbeschmierte Hand und die Schrift "Killer" zu lesen ist.

"Stolz auf meine Nationalität"

"Ich spreche überall Ukrainisch und bin sehr stolz auf meine Nationalität und meinen Patriotismus. Ich bin auch auf die ukrainische Musik stolz - sie liegt mir sehr am Herzen und ich tue viel, um sie in der Welt zu verbreiten. In diesen Tagen möchte ich meine große Unterstützung für das ukrainische Volk zum Ausdruck bringen und sagen, dass die ganze Welt uns jetzt unterstützt. (...) Wir erleben eine wichtige Zeit, in der wir der Welt unsere Nation, unsere Kultur, unsere Seele, unsere Mentalität, unseren Fleiß und unser Talent zeigen." (apa)