Eine Radikalkur hat das Konzerthaus dem in Ehren erstarrten Neue-Musik-Festival "Hörgänge" angedeihen lassen. Es heißt nun "Generator" und wird nicht als "Blockveranstaltung", sondern über die gesamte Saison verteilt gespielt.

Den Anfang machten Christoph Cech und das Janus Ensemble. Cech gehört zu jenen Musikern, die klassifizierungssüchtige Kritiker nervös zu machen scheinen, so wenig einordenbar sind die musikalischen Produkte seiner überbordenden Kreativität und so unüberschauber sind die Einflüsse, zu denen er jedoch Äquidistanz hält.

Zwei Musiker waren beim ersten "Generator"-Konzert als Solisten zu hören. Der Cellist Ernst Reijseger machte ob der Vielfalt der Klänge staunen, die er seinem (teilweise elektrisch verstärkten) Instrument zu entlocken wusste. Als Grundlage seiner beeindruckenden Improvisationen dienten Peter Herberts Episoden "A,B,C . . .".

Christoph Cechs "Mosaik I" bot dem Kontrabass-Solisten Peter Herbert weniger Freiraum. Es entwickelte sich über einen einfachen Puls und gelangte zu Überlagerungen rhythmischer Mutationen des Grundmusters.

Computermusiker Christian Fennesz hielt sich mit "Electronic devices" zurück, ebenso dezent das Live-Video von Lillevän.