Wien. (irr) Nicht nur mit einer speziellen Torte - auf Werbeplakaten zu sehen und im Internet zu erstehen - versüßt sich das Konzerthaus die 100. Saison: Ein Aufgebot großer Namen verleiht der Jubiläumsspielzeit 2012/13 Leuchtkraft. Auch orchestral schöpft man aus dem Vollen: Die Berliner Philharmoniker veranstalten erstmals eine Residenz (Juni 2013), auch die Namensvettern aus New York sind zugegen, und die Wiener Philharmoniker spielen dreimal - wobei Originalklang-Spezialist Marc Minkowski erstmals das heimische Spitzenorchester dirigieren wird.

An prominenten Stimmen sind unter anderem Jonas Kaufmann, Elina Garanča und Patricia Petibon aufgeboten, am Klavier werken Stars wie Lang Lang und Daniel Barenboim. Und der zugkräftige Martin Grubinger beackert sein Percussion-Set gar in fünf Konzerten des neuen Abo-Zyklus "Percussive Planet". Ebenfalls neu sind fünf weitere Zyklen, die etwa dem zeitgenössischen Ensemble Phace, dem Crossover-Trupp The Philharmonics und Jazztrompeter Thomas Gansch gelten. Apropos Jazz: Der ist mit Stars wie Brad Mehldau und Sonny Rollins (!) fein bestückt.

Zum Saisonschluss - und zur Pflege eines nahbaren Images - ein Projekt mit Amateuren: Choreograf Royston Maldoom, für ähnliche Projekte bekannt, studiert mit Laientänzern Orffs "Carmina Burana" im Großen Saal ein. Die Kartenpreise bleiben gleich, pro Ticket wird jedoch ein (rückforderbarer) Euro als Spende für Zukunftsprojekte eingehoben.