Ruby Hughes widmet sich nicht nur Händel. - © Thomas Dashuber
Ruby Hughes widmet sich nicht nur Händel. - © Thomas Dashuber

Melk. (irr) Während Barockmusiker nicht selten nach dem Vermächtnis unbekannter Komponisten buddeln, blickt man in Melk heuer zu zwei Säulenheiligen auf: Es ist mehrheitlich Musik von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel, die von Freitag bis Montag bei den internationalen Barocktagen erklingt.

Womit nicht gesagt ist, dass im Stift heuer keine Entdeckung zu machen wäre. So sieht der Sonntag auch ein Konzert mit Werken aus der Zeit des Heiligen Koloman (John Potter singt, Katharina Stemberger liest). Und während sich die Sopranistin Ruby Hughes Geistlicher Musik aus Händels Tagen in Rom widmet (Begleitung: Musica Saeculorum unter Philipp von Steinaecker), fahndet ihre Kollegin Francesca Lombardi Mazzulli mit dem Ensemble Le Musiche Nove nach Händels Kollegen in London, wo der deutsche Opernkomponist zum Platzhirschen avancierte. Wo Händel, da ist Alan Curtis mit seinem Complesso Barocco nicht weit: Am Montag kredenzt er Kammerduette und Arien aus Händels Tagen, eingeleitet von dem wohl bekanntesten Barock-Groupie der Welt - die Autorin Donna Leon bittet vorab zu einer Ouvertüre mit Sekt und Signiermöglichkeit.