Das schönste Fest des Jahres rückt näher. Das bedeutet Besinnlichkeit. Einkehr ist gefragt. Und was gehört neben Einkaufswahn und der obligaten Familienkrise zu einer anständigen Bescherung? Genau, wer erinnert sich nicht des von elterlicher Hand gesteuerten, mehr oder weniger inbrünstigen Abspulens frohlockender Melodeien. Erst dann gab’s Packerln.

Oder man ging gleich ins Konzerthaus. Dort galt es wie alle Jahre wieder, das akustische Weihnachtsgeschenk für Harmoniesüchtler auszupacken. "Christmas in Vienna" konnte diesmal mit der Auswahl der Stimmen überzeugen: Publikumslieblinge Bo Skovhus und Sophie Koch erfüllten den üppig geschmückten Saal mit Weihnachtsliedern aus ihrer dänischen und französischen Heimat. Zu ihnen gesellte sich die russische Sopranistin Julia Novikova. Ach ja, nicht zu vergessen Polens Startenor Piotr Beczała. Der machte wenig Aufhebens um etwaige Spitzentöne, sondern schmiegte sich demokratisch an den wunderbaren Choral der St. Florianer Sängerknaben und der Wiener Singakademie an.

Dirigent Sascha Goetzel bewegte sich mit dem Radiosymphonieorchester Wien gekonnt durch weihnachtliche Hits von Peter Cornelius bis Franz Xaver Gruber. Orchestrale Dauerbrenner aus Tschaikowskis "Nussknacker" und Humperdincks "Hänsel und Gretel" zauberten dem Publikum Glanz in die Augen, ebenso wie die ganz großen Arrangements der Festliteratur.

Konzert

Christmas in Vienna

Wiener Konzerthaus