Das Album "DVA" beginnt mit Celloklängen und der Stimme der tschechischen Opernsängerin Michaela rumová. Dies mag zunächst überraschen, erinnert aber an Emikas musikalische Wurzeln, studierte die 27-Jährige doch selbst Klavier und Gesang. Nach dem klassischen Intermezzo geht es mit "Young Minds" und "She Beats" gewohnt düster weiter. Der Dubstep, den die gebürtige Britin und nunmehrige Wahlberlinerin inszeniert, ist zuweilen fordernd, beizeiten aber nicht mehr als ein minimalistisches Tasten.

Ein Jahr arbeitete die Musikerin auf sich allein gestellt an ihrem zweiten Album. Trotz der nachtschattigen Atmosphäre ist "DVA" weniger monoton als der selbstbetitelte Vorgänger aus dem Jahr 2011 und entfaltet hypnotisch-faszinierende Momente. Über den sinistren Grundbass schweben ab und zu sogar hoffnungsvolle Soundwolken hinweg. Diese driften allerdings auffällig oft ins poppig Banale ab - weshalb "DVA" weniger wie eine musikalische Vision, sondern kurios unentschlossen wirkt.

Emika: DVA. (Ninja Tune / Rough Trade)