"Di nimm i mit" steht auf der bunten CD. Das isteinerseits eine freundliche Kaufempfehlung - aber nicht nur. Das Quartett Rabouge, 2010 vom Schlagzeuger Alfred Bäck gegründet, ist mit allen Wassern des Wiener Schmähs gewaschen. Und der hat bekanntlich seine Untiefen. So kann sich der Albumtitel in einem Song durchaus als gefährliche Drohung erweisen, während andere Lieder der gepflegten Suderei frönen ("Ois Musiker fadienst an Schas") oder dem Neid auf Nachbars Garten ("Schnecken, Käfer, Läus und Wanzen / die habn wirklich kan Grund zum Tanzen / weil grad woa dei Tant do / und de oabeit bei Monsanto."). Wenn dagegen ein Wirtshausbesuch ansteht, hüpft das goldene Wienerherz vor Freude - zeigt sich aber auch dabei nicht ganz unmorbide ("Daham steabm de Leit").

Der Witz an Rabouge ist nicht nur, wie viel Witz hier sprüht. Statt ihn in alte Schrammelbahnen zu lenken, motschkert die Stimme von Lilo Lengl gern auf den Schwingen eines sonnigen Bossa Nova oder gießt ihre Pointen über samtigen Grooves aus. Ein schönes Stück Jazzpop, das auch mit tollen Gastsolisten (etwa Franz Hautzinger und Alex Machacek) glänzt.

Rabouge: Di nimm i mit. (Eiffelbaum Records)