Charlemagne Palestine + Z'ev ‎– Rubhitbangklanghear Rubhitbangklangear (Sub Rosa ‎– SRV340, 2013)  - © Sub Rosa
Charlemagne Palestine + Z'ev ‎– Rubhitbangklanghear Rubhitbangklangear (Sub Rosa ‎– SRV340, 2013)  - © Sub Rosa

Als Charles Martin in den 1960er Jahren begann, sich in der Episkopalkirche St. Thomas’ Church auf der Fifth Avenue in New York als Glockenspieler zu verdingen, hätte niemand gedacht, dass er einmal als bekannter Experimentalmusikerm mit dem Namen Charlemagne Palestine in die Musikgeschichte eingehen würde. Denn schon bald lockte er mit seinen Improvisationen am Carillon, die er hochoben am Turm nach geschehener Arbeit pflegte, alsbald Musiker und Künstler wie Tony Conrad, Moondog, La Monte Young oder John Cale in die Kirche. Palestine rückte Glocken, bisher meist auf ein Dasein als klassisches Begleitinstrument reduziert in den Vordergrund. Reduktion war ihm auch auf seinem ersten Album, erschienen 1974, wichtig: "Strumming Music" besteht aus zwei verschiedene Noten, die in schnellem Wechsel gespielt werden.

In der Zwischenzeit erschienen viele weitere Solo-Alben und zahlreiche Kooperationen mit Künstlern wie Pan Sonic, Robert Feldman, Rhys Chatham, Janek Schaefer – oder mit dem US-Perkussionisten und Sound-Künstler Z'EV. Eine ihrer Zusammenarbeiten erschien nun auf dem Label Sub Rosa: Rubhitbangklanghear/Rubhitbangklangear mit Glockenklängen eines Carillons und den tiefen Trommeln.

Mit den Lautmalereien im Titel ist eigentlich auch schon viel über das Album gesagt: Reiben, schlagen, knallen, Klang, hören, Ohr - er verweist prägnant auf die Methode mit denen Z'EV  und Palestine musizieren. Resultat: ein schönes Album mit hellen, repetitiven Glockenklängen, die in einfachen rhythmischen Mustern und kleinen Variationen dahinströmen. Mal fließen die Klänge im Duett ineinander, mal ertönen die klaren Glocken solo, und ein anderes mal sorgen Drones der Pauken im Alleingang für tiefe, pulsierende  Soundteppiche.