- © Graveface Records
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Songs, die Nina Simone auf grandiose und unvergleichliche Art interpretierte, wurden schon häufig gecovert. So etwa "Plain Gold Ring" von Nick Cave & The Bad Seeds, "Feeling Good" von Muse oder "My Man’s Gone Now" von The Gun Club, um nur einige zu nennen. Nun trauen sich Xiu Xiu gleich ein ganzes Album zu. Ein unmögliches Projekt, denn die Art und Weise, wie Nina Simone die Lieder präsentierte, wird unübertroffen bleiben. Und dennoch folgt "Nina" dem bisher vielleicht radikalsten Interpretationsansatz.

Jamie Stewart hat für dieses Projekt u. a. die Avantgarde- und Jazz-Musiker Tim Berne, Tony Malaby und Ches Smith engagiert, die faszinierende bis bezaubernde Klangsphären erschaffen. Als Kontrast flüstert Jamie Stewart die Lyrics eher, als dass er sie singen würde, was mindestens gewöhnungsbedürftig ist und manchmal äußerst verstörend wirkt. In dem Versuch, Paranoia hörbar zu machen, bleiben sich Xiu Xiu demnach treu. Herausgekommen ist eine insgesamt großartige Hommage an eine einzigartige Künstlerin und sicherlich eines der ungemütlichsten Alben des Jahres 2013.