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Bereits die ersten Töne von "Blues Trip" laden zu einer akustischen Reise durch Wüste und Weite ein. Wenn Carey Mercers Stimme hinzukommt, entgrenzt sich die Landschaft auch seelisch: Der Frog-Eyes-Frontmann gehört sicherlich zu den Menschen, die ein Husten in eine Ode an die Verlorenheit des Menschen verwandeln können.

Mit einer Ausnahme handelt es sich bei "Blues Trip" um eine expressionistische Neuinterpretation des von Synthesizerklängen dominierten Blackout-Beach-Albums "Fuck Death" aus dem Jahr 2011. Am Schlagzeug sitzt Mercers Frau Melanie Campbell, den Bass spielt Dante Decaro, in dessen Studio das Album eingespielt wurde, und Dan Bejar bereichert mit einigen Zeilen Mercers Gesang.

Einmal mehr erweist sich Mercer als Meister akrobatischer Wortspielereien, ausufernder Gitarrenläufe und melodiöser Phantasie. "Blues Trip" ist ein mit Geistern bevölkertes Album, bei dem man sich im Labyrinth gleißenden Sonnenscheins wie im Dunkel von Winternächten gleichermaßen verirren kann: "Be Forewarned, The Night Has Come".