Pamplona/Wien. Rafael Frühbeck de Burgos, einstiger Chefdirigent der Wiener Symphoniker und Spaniens bedeutendster Dirigent der Gegenwart, ist tot. Er starb am Mittwoch im Alter von 80 Jahren im nordspanischen Pamplona an den Folgen eines Krebsleidens. Der Maestro hatte wegen der Krankheit erst kürzlich seine Karriere beendet.

Frühbeck de Burgos hatte zwischen 1991 und 1996 an der Spitze des Wiener Traditionsklangkörpers gestanden. Seine Dirigentenkarriere ist allerdings noch wesentlich länger: Bereits 1958 übernahm Frühbeck de Burgos das Sinfonieorchester von Bilbao, 1962 das Spanische Nationalorchester - ein Amt, das er 17 Jahre ausübte. 1966 bis 1971 war er Generalmusikdirektor der Stadt Düsseldorf und Chefdirigent der Düsseldorfer Symphoniker.

Weitere Stellen folgten neben Wien in Montreal, Tokio und bei der Deutschen Oper in Berlin, wo er von 1994 bis 2000 Chefdirigent des RSO war. Danach folgte der Chefdirigentenposten bei der Dresdner Philharmonie und zuletzt beim Dänischen Nationalorchester.