Für ihre Erkundungen im Reich der experimentellen elektronischen Musik wurde Olivia Louvel 2011 mit dem französischen Qwartz Award belohnt, und 2012 war sie für den Prix Ars Electronica nominiert. Eine noch konsequentere Zerlegung elektronischer Klänge wäre von der in Frankreich geborenen britischen Künstlerin bei ihrem nächsten Werk eigentlich zu erwarten gewesen. Nicht dass "Beauty Sleep" nicht auch hierin seinen Reiz hätte, doch das fünfte Album wird weniger von tonalen Analysen dominiert, sondern präsentiert sich mit poppiger Leichtigkeit und musikalischer Ziselierung.

Die Songs werden rhythmisch nicht (nur) gehämmert, sondern wirken handwerklich getrieben und gedrückt, sodass ökologisch angehauchten Klangskulpturen entstehen. Thematisch orientieren sich die Reliefformen am Animalischen ("Bats") sowie an naturalistischen Themen. Sie werden zudem auf der Homepage der Künstlerin (www.olivialouvel.com) mit Filmen untermalt. Es würde nicht wundern, gäbe es auch dafür wieder Preise.