Nachdem Mono auf ihrem letzten Album ("For My Parents", 2012) orches-trales Pathos bis an die Grenzen des guten Geschmacks ausgelotet hatten, unterziehen sie sich mit den gleichzeitig erscheinenden neuen Arbeiten "The Last Dawn" (siehe Cover) und "Rays Of Darkness" nun einer Entschlackungskur. "The Last Dawn" ist licht und sogar ein wenig minimalistisch angelegt. Jedoch finden sich darauf bewährte Ingredienzien wie epische Klangteppiche und wogende Melodien, die schnörkellos - ergänzt um nur zwei Celli und zwei Violinen - ausgebreitet werden.

Bei "Rays Of Darkness" wiederum verzichtet das japanische Quartett vollkommen auf Streichinstrumente. Es ist das bisher düsterste Mono-Album. Gastsänger Tetsu Fukagawa darf bei "The Hand That Holds The Truth" sogar aus der Metal-Hölle grunzen - und die in kakophonische Gitarrensäulen eingefassten "Last Rays" sind durchaus apokalyptisch zu verstehen. Die Entdeckung dieses nur vier Stücke umfassenden Albums aber ist der Opener "Recoil, Ignite", die vielleicht beste Nummer der Band seit "Yearning" (2006).

Mono: The Last Dawn/Rays of Darkness (Pelagic)