Ja, es gibt sie noch, die guten alten Hardcore-Punk-Bands. The Bronx aus Los Angeles gehören seit ihrem Debüt im Jahr 2003 zu dieser inzwischen etwas raren, vor allem in den USA beheimateten Spezies. Vier Alben haben sie vorgelegt, alle laut, aggressiv, aber durchaus melodisch, mit einer Mischung aus den Stooges und Black Flag. Dass die harten Jungs um Sänger Matt Caughthran auch eine weiche Seite haben, beweisen sie unter dem Namen Mariachi El Bronx.

In etwas erweiterter Besetzung sind inzwischen drei - allesamt selbstbetitelte - Scheiben erschienen, die sich dem mexikanischen Mariachi-Stil in erstaunlich reiner Form verschrieben haben. Ausgabe Nummer drei geht dabei am deutlichsten neue Wege, die tequila-selige Tanzmusik mit ihren Bläsern und Geigen wird spielerisch in Richtung Pop getrieben. Das ist ganz hübsch, mitunter richtig gut ("Right Between The Eyes"), wird aber auf Dauer etwas langweilig - und am Ende holt man dann zur Belebung doch lieber wieder ein handfestes Hardcore-Album aus dem Plattenschrank.

Mariachi El Bronx: III (Ato/Pias Coop)