(irr) Auch E-Gitarren können Trauer tragen: Man weiß es spätestens, seit Bands wie Radiohead ihren Klangraum mit tristen Solo-Girlanden aushängen. Ähnliches tut nun auch die Tiroler Band HI5, aber nicht nur: In ihren Soundlandschaften fusionieren viele Einflüsse zur mitunter schillernden Aura. Die Rhythmen rattern auf der Schiene der Minimal Music daher, die Arrangements sind mit dem feinen Kammermusikpinsel gemalt, die vertrackten Takte (und teils wüsten Ausritte) wohl ein Erbe des Progrock. Auch wegen der seltenen Soli gilt: Jazz im engen Sinn sind diese Instrumentalstücke nicht. Aber hypnotische Klanggemälde, wo nicht die Substanz fehlt.