Der Legende nach trug Fritz Ostermayer wesentlich dazu bei, dass Villalog zu dem wurden, was sie heute sind - empfahl er doch Michi Duscher (Gitarre) und Marc Muncke (Elektronik) Ende der 90er Jahre, Bernhard Fleischmann als Schlagzeuger zur Band zu holen. Wie wichtig der Drummer bei Musik ist, der es in erster Linie um ein Ab- und Wegdriften in so verführerische wie entlegene Klangsphären geht, hat seinerzeit schon Jaki Liebezeit bei Can vorgeführt.

Mit erhöhter Geschwindigkeit knüpfen Villalog rhythmisch an den Krautrock der 70er Jahre an und überlagern ihn mit Gitarrenklängen, die von Sonic Youth nicht weit entfernt sind. Das Grundgerüst aus elektronischen Soundwolken, hypnotischen Beats und melodiösen wie noisigen Gitarren wird auf dem vierten Album der Wiener durch Anspielungen an die Beat-Kultur ("Orange Sunshine") oder cinephil ("Alphaville") erweitert. Vor dem Sog in den Klangrausch wird ironisch gewarnt: "Do not get hit by a piece of spacetrash" - doch dafür könnte es bereits zu spät sein . . .

Villalog: Spacetrash. (Klangbad/Hoanzl)