Nachdem Jordaan Mason 2009 sein großartiges, queeres Album "Divorce Lawyers I Shaved My Head" vorgelegt hatte, wurde es wieder still um ihn. Zwar veröffentlichte er ein paar kleinere Sachen im Internet, widmete sich aber ansonsten seinem Collegeabschluss. Doch das Cover des neuen Albums, das die verletzte Stirn Masons zeigt, erzählt noch eine andere Geschichte. Der in Toronto lebende Musiker verarbeitete in den letzten Jahren nicht zuletzt "a particular episode in 2008 resulted in my being forcibly restrained by a group of police officers and hospitalized afterwards", wie er der "Wiener Zeitung" mitteilte.

Die Auseinandersetzung mit diesem Vorfall bestimmt auch die Richtung des nun erscheinenden "The Decline Of Stupid Fucking Western Civilization". Die Songs tragen demgemäß Titel wie "Pharmacy" oder "Of Hospitals". Die Themen Missbrauch, Sex und Gewalt behandelt Mason mit fragiler Zurückhaltung, zornigen Eruptionen und stimmlicher Schräglage, sodass sich ein intimes Album entwickelt, dessen komplexe Schichten sich erst nach und nach entfalten.

Jordaan Mason: The Decline Of Stupid Fucking Western Civilization. (thehorsemuseum.bandcamp.com)