Takaakira "Taka" Goto kennt die Post-Rock-affine Hörerschaft als Leadgitarristen der japanischen Band Mono. Als dessen Arbeit "Classical Punk & Echoes Under The Beauty" im Jahr 2003 konzipiert und komponiert wurde, hatten Mono gerade ihr zweites Album "One Step More And You Die" herausgebracht - und "Classical Punk" geriet in Vergessenheit. Zwölf Jahre später versucht Goto mit seinem Frühwerk nun doch noch eine Solokarriere zu starten. Zu Beginn des Albums wird bereits deutlich, dass ihn klassische Musik beeinflusst hat.

Dies wundert kaum, da japanische Instrumentalmusik Genregrenzen ohnehin niemals kannte. Wird "Delicate Madness" von polyphonen Strukturen dominiert, wie sie etwa auch im Werk von Arvo Pärt vorkommen, so erinnert das kurze "Muse" an Streichkompositionen von Samuel Barber. "Isolation" wiederum bespielt Alpträume im Stile von Ennio Morricone und "Till The Night Comes" berührt dann auch noch die Grenze zum symphonischen Kitsch. "Classical Punk" ist ein meditatives Album geworden, in dem man sich behaglich einrichten kann.