Musikredakteur Michael Gmasz im Studio von Radio Stephansdom. - © Foto: Nikolaus Stockert
Musikredakteur Michael Gmasz im Studio von Radio Stephansdom. - © Foto: Nikolaus Stockert

Vor 17 Jahren, am 24. September 1998, ging Radio Stephansdom erstmals auf Sendung. Die Gründung geht auf die Initiative von Christoph Kardinal Schönborn zurück: Er setzte 1997/98 - auch aufgrund der Erfahrungen mit Radio Notre Dame in Paris - das Radioprojekt in Gang. Denn nachdem das Privatradiogesetz 1997 erstmals auch privaten Initiativen die Möglichkeit gab, einen eigenen Sender zu gründen, begannen im Herbst 1997 die Vorarbeiten für Radio Stephansdom. Mit seiner Frequenz 107,3 ist es Teil des Medienhauses der Erzdiözese Wien, das auch die Wochenzeitung "Der Sonntag" herausgibt, Bücher publiziert sowie für die Öffentlichkeitsarbeit und digitale Kommunikation der Erzdiözese Wien verantwortlich zeichnet.

Mehr Klassik und Information in neuem Klang


Mit 1. Juni kommt es nun zu einem umfassenden Relaunch des inzwischen etablierten Radiosenders: Aus Radio Stephansdom wird Radio Klassik Stephansdom mit neuem Logo und Sounddesign. "Radio Klassik Stephansdom ist ein neues Radio", sagt dazu Geschäftsführer und Chefredakteur Christoph Wellner. Rundum erneuert, sozusagen. "Mehr Klassik, mehr Information, ein moderner Auftritt in Bild und Klang." So werde etwa das neue "Allegro Magazin" von Montag bis Freitag ab sechs Uhr Früh den ganzen Vormittag mit aktuellen Berichten und Klassik zu hören sein. Sein Stammhörpublikum will Wellner mit der umfassenden Programmreform freilich nicht vergrämen: "Unser Ziel ist es, mit unserem Programm viele neue Hörer zu gewinnen. Unser Stammpublikum wird weiterhin Vertrautes hören."

Der Geschäftsführer und Chefredakteur des Senders Christoph Wellner. - © Foto: Nikolaus Stockert
Der Geschäftsführer und Chefredakteur des Senders Christoph Wellner. - © Foto: Nikolaus Stockert

Weiterhin steht die Klassik im Mittelpunkt des Programms: "Entscheidend ist die Qualität unserer Musikauswahl", meint Ursula Magnes, die Leiterin der Musikredaktion. "Die beste Balance zwischen Klassikhits und tollen Neuentdeckungen hat uns mehrere internationale Auszeichnungen und positive Medienkritik eingebracht", so Magnes. Die Sendung "Rubato" etwa wandere in den Vormittag, um mehr Zeit für prominente und spannende Gäste zu gewinnen. Spezialsendungen vom Sonntag werden freitags wiederholt und die Abende werden von 21 bis 23 Uhr ein Angebot aus Klavier, Kammer- und Filmmusik senden.

Und auch der Internet-Auftritt erhält eine Überarbeitung: Die neue Website ist in einem modernen Layout übersichtlich und bedienerfreundlich gestaltet. Laufende Musikstücke werden angezeigt, Podcasts ermöglichen das Nachhören von verpassten Sendungen.

Radio Klassik
bisher Radio Stephansdom,