Was Wiens Jazzer alles können, wird beim kommenden Jazz Fest Wien (1. bis 11. Juli) zwar wieder einmal weitgehend ausgeblendet. Auf CD aber darf man sich derzeit über ein österreichisches Qualitätsfestival freuen. Dabei punktet die Szene nicht nur mit reizvollen Grooves (siehe dazu etwa die Jazzwerkstatt Wien), sie bietet auch nahrhafte Kost für Traditionalisten. Flankiert von hiesigen Fachkräften bescherte zuletzt Kevin Mahogany, US-Amerikaner und Besitzer einer sympathisch weichschattigen Stimme, gut gelaunten Swing ("The Vienna Affair", cracked anegg records). Nun macht das (zur Hälfte personalidente) Joschi Schneeberger Quintett auf sich aufmerksam. Größter Trumpf ist der Sohn des Chefs und Bassisten: Mit seinem ebenso pointierten wie geschwinden Spiel agiert Diknu Schneeberger auf Augenhöhe mit den Granden der Gypsy-Jazz-Gitarre.

Live: 30. Mai, Jazzland

Joschi Schneeberger Quintett

Live

(City Park Records/Jive Music)