Ella Milch-Sheriff. - © Foto: Iris Nesher
Ella Milch-Sheriff. - © Foto: Iris Nesher

(maz) Der Name ist Programm: Das Festival EntArteOpera ist verfemten und vergessenen Komponistinnen gewidmet. Passend dazu gibt es als Auftakt am 7. September im Semper-Depot eine Oper, die sich mit dem Holocaust befasst: Ella Milch-Sheriff  hat das Tagebuch ihres Vaters Baruch Milch verarbeitet, in dem der jüdische Arzt aus Galizien seine traumatischen Schoah-Erlebnisse festgehalten hat. In "Baruchs Schweigen" folgt sie Seite um Seite den Erinnerungen ihres Vaters, die umso eindringlicher sind, als es zwischen Angst und Terror auch Platz für Lachen und Liebe gab.

Es folgen Theresa Thomasbergers Theaterperformance "Kein Mond, kein Taxi oder Circlusion" (ab 8. September im Semper-Depot), ein Kabarett-Konzert mit dem Operettenlehrgang des MUK (11. September, Semper-Depot), ein Liederabend über "Verbotene Klänge" (23. September, Konzerthaus) und ein Orchesterkonzert über "Ungehörige Komponistinnen" (2. Oktober, Musikverein). Dem Thema "entartete" Komponistinnen sind zudem eine Ausstellung (ab 6. September, Akademie der bildenden Künste) und ein Symposium (16. September, Semper-Depot) gewidmet.

6. September bis 2. Oktober 2016,

Semper-Depot und andere Spielorte.

Karten: Tel. 01/242002 (Konzerthaus), 01/5058681 (Musikverein), www.ticketgarden.com, www.entarteopera.com