"Energie investieren": Orozco-Estrada. - © Symphoniker/Sigmund
"Energie investieren": Orozco-Estrada. - © Symphoniker/Sigmund

Wien. (irr) Die Symphoniker haben Andrés Orozco-Estrada zu ihrem nächsten Chefdirigenten gekürt, und der Jubel darüber ist einhellig: Musikverein, Konzerthaus und die Bregenzer Festspiele gratulieren zu einer "großartigen Wahl". Die Worte kommen nicht von ungefähr: Orozco-Estrada, 1977 in Medellín geboren und in Wien ausgebildet, hat sich in Österreich bestens eingeführt. Erste Sporen verdiente er sich als Leiter des Grazer recreation-Orchesters, 2009 übernahm er das Tonkünstler Orchester Niederösterreich und führte es mit frischen Interpretationen zu neuer Blüte; bei den Symphonikern und Philharmonikern reüssierte er als Gast. 2014 katapultierte sich der Kolumbianer an die Spitze des hr-Sinfonieorchesters Frankfurt und des Houston Symphony Orchestra (vormals vom Österreicher Hans Graf geleitet).

Im Herbst 2021 wird Orozco-Estrada für vorerst fünf Saisonen die Leitung der Symphoniker übernehmen und damit Philippe Jordan beerben, den künftigen Musikchef der Wiener Staatsoper. Erfreut über die neue Aufgabe in seiner "musikalischen Heimatstadt", will der 40-Jährige seine "ganze Energie investieren".