(dawa) New York im Winter 1966. Es sollte ein besonderes Zusammentreffen zweier besonderer Künstler werden.

Glenn Gould - Die Schwarzkopf-Bänder Sony Classical, 2 CDs, ab 16 Euro
Glenn Gould - Die Schwarzkopf-Bänder Sony Classical, 2 CDs, ab 16 Euro

Hier Glenn Gould, das 34-jährige kanadische Enfant terrible der Klavierszene, da die Strauss’sche Diva Elisabeth Schwarzkopf, bereits auf der Höhe ihrer Karriere. Damit die Sache komplizierter würde, waren die beiden natürlich bei unterschiedlichen Label-Giganten unter Vertrag. Alles wurde in die Wege geleitet, "la Schwarzkopf" begann zu singen. Geplant waren Lieder ihres Intimus Richard Strauss, den auch Gould verehrte. Und der Pianist? Er spielte drauf los, verweigerte jede Diskussion und extemporierte. Die berühmt korrekte Sängerin und ihr legendärer Produzentengatte Walter Legge brachen nach zwei enervierenden Tagen ab. Die Tonbänder verschwanden und tauchten just zum runden Geburts- bzw. Todestag von Glenn Gould (1932 bis 1982) auf dem Markt auf. Unter der Rubrik "Was es alles gibt" gelangen die "Ophelia-Gesänge" (unvergleichlich das überbordende Timbre der Sopranistin), es unterhalten "Burleske"-Fragmente, das beigefügte WDR-Radio-Feature zu der Begegnung bietet informative Unterhaltung.