Paul Kletzki Orchesterwerke Musiques Suisses,
Paul Kletzki Orchesterwerke Musiques Suisses,

(dawa) Wer war Paul Kletzki? Orchesterhistoriker werden sich an den Schweizer Dirigenten erinnern, der etwa das Orchestre de la Suisse Romande führte.

Er wurde 1900 im polnischen Lodz als Pawel Klecki geboren. Ostfront im Ersten Weltkrieg, 1921 Übersiedlung nach Berlin, enorme Erfolge als Komponist, sowohl Furtwänglers als auch Toscaninis Protegé, 1933 die glücklose Flucht vor den Nazis. Erst die Schweiz sollte Sicherheit bieten.

Auf die Nachricht von der Ermordung der gesamten Familie reagierte er mit lebenslanger Negation seines kompositorischen Könnens. Beim Anhören der wiederentdeckten, symphonischen Meisterwerke von Kletzki darf sich der Hörer nicht von den schrecklichen Lebensbildern leiten lassen. Was hier zählt, ist die wirklich gute Musik, die zeigt, wie viele Facetten die Tonalität des 20. Jahrhunderts zu bieten hat.

Die Orchestervariationen op.20 schweben in Richard Strauss‘ Sphären, auffällig ist die unglaublich durchgängige, thematische Stringenz der dritten Symphonie "In memoriam". Dank an den Wiener Dirigenten Thomas Rösner und die Bamberger Symphoniker, die Polen einen fehlenden Komponisten zurückgegeben haben.