G. Rossini: Petite Messe solennelle EMI, 2 CD ca. 18 Euro
G. Rossini: Petite Messe solennelle EMI, 2 CD ca. 18 Euro

(dawa) Als wär’s seine letzte Oper. Sehr persönlich, aber fast schon naturgemäß bühnenreif begegnet den Hörern Rossinis späte "Petite" Messe solennelle, die Pariser Messe von 1864 in ihrer großen Orchesterfassung. Noch dazu mit Sir Antonio Pappano am Pult des Orchestra e Coro dell’ Accademia Nazionale di Santa Cecilia.

Auch das Pariser Opernschaffen des Komponisten lag bekanntlich Jahrzehnte zurück, dennoch lassen sich in dem durch und durch frommen Werk die musiktheatralischen Wurzeln nicht leugnen. Mit durchkomponierter Pracht, schillernd in theatralischen Farben von höchstpersönlich bis weltumfassend, bedient Rossini hier die katholische Messliturgie.

Pappano dreht "seine" Accademia, die er seit 2005 als Chefdirigent zu weltweiten Erfolgen führt, einmal mehr voll auf. Mit der lettischen Sopranistin Marina Rebeka, Sara Mingardo (Alt), Tenor Francesco Meli und Alex Esposito (Bassbariton) stehen dem Orchester beliebte Stimmen des internationalen Opernlebens als Solisten zur Seite. Somit wird die von Rossini spöttisch als "armselige Kleinigkeit" abgetane Messe zu einem opulenten Erlebnis.