• vom 21.12.2017, 16:39 Uhr

Kulturpolitik


Direktionswechsel

Neuer Chef für Museum der Moderne




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  • Thorsten Sadowsky übernimmt Salzburger Haus, Vorgängerin zieht nach Querelen ab.

Sadowsky sucht Synergien mit der Musik.

Sadowsky sucht Synergien mit der Musik.© Landeskorrespondenz Sadowsky sucht Synergien mit der Musik.© Landeskorrespondenz

Salzburg. Die künftige Führung des Museums der Moderne Salzburg ist bekannt: Thorsten Sadowsky wird im September 2018 Sabine Breitwieser ablösen; Letztere hat sich nach Querelen mit der Politik nicht mehr um eine Verlängerung ihres Vertrages beworben.

Sadowsky, vor 56 Jahren in Deutschland geboren, hat in Hamburg Geschichte, Philosophie und Ethnologie studiert. Nach Lehraufträgen an der süddänischen Universität in Odense und an der Technischen Universität in Kopenhagen war er als Kurator am Kunstmuseum in Tondern, Dänemark, tätig. Ab 2001 wirkte er als assistierender Direktor an der Kunsthalle Brandts in Odense, von 2006 bis 2008 war er Direktor der Kunsthalle Aarhus. Danach zog er nach Deutschland zurück und fungierte dort bis ins Jahr 2013 als Gründungsdirektor des Museums Kunst der Westküste; im Anschluss übernahm er die Leitung des Kirchner Museum Davos in der Schweiz.


Persönlich vorgestellt wird Sadowsky als Chef des Museums der Moderne erst am 10. Jänner 2018. In einer Presseaussendung des Landes Salzburg umriss der Deutsche seine Pläne: "Der Anspruch Salzburgs als internationale Kultur- und Festspielstadt erfordert ein ambitioniertes Ausstellungsprogramm, das auch mögliche Synergien mit dem Theater, der Oper und konzertanten Formaten erkunden soll. Es muss das Ziel sein, das Museum der Moderne Salzburg zu einem internationalen Kompetenzzentrum für Bildende Kunst, Fotografie und Visuelle Kultur weiterzuentwickeln."

Leiterin in der Kritik
Sabine Breitwieser leitet das Haus seit dem Jahr 2013. Sie hat sich nicht mehr um eine Verlängerung beworben, nachdem wiederholt Kritik an ihrem Führungsstil und der sozialen Kompetenz geäußert worden ist. Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn (Grüne) hat nach einer Aussprache im April erklärt, dass er keine Verlängerung des Vertrags mit Breitwieser anstrebe. Diese wiederum erklärte vor wenigen Wochen, alle Ziele erreicht zu haben, "die ich mir zu Beginn meiner Direktion am Museum der Moderne Salzburg gesetzt habe".




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Dokument erstellt am 2017-12-21 16:44:09


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