• vom 20.02.2018, 16:31 Uhr

Kulturpolitik

Update: 20.02.2018, 16:41 Uhr

Aussöhnung

Historischer Friedensschluss im Burgenland




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    Eisenstadt. (irr) Jahrelang haben sie gekämpft, nun ist der Streit beigelegt: Das Land Burgenland und die Esterházy-Privatstiftungen, ein mächtiger Liegenschaftsbesitzer in der Region, haben eine Grundsatzvereinbarung abgeschlossen. Die bisherigen Gegner wollen wieder an einem Strang ziehen. Die Opernfestspiele im Steinbruch St. Margarethen können ab 2019 erneut stattfinden, die Festivalaktivitäten rund um Joseph Haydn sollen künftig wieder aufeinander abgestimmt werden. Für den Rechtsstreit rund um Schloss Esterházy fehlt zwar noch eine Lösung. Das Verfahren wurde aber ruhend gestellt, eine außergerichtliche Einigung ist in Reichweite.

    Mit diesem Fall hatte der Konflikt begonnen: Das Land hatte das Schloss bis zum Jahr 2010 gepachtet; die Esterházy-Stiftungen orteten danach eine Verletzung der Instandhaltungspflichten und klagten auf elf Millionen Euro. Der Konflikt ist in der weiteren Folge eskaliert: Esterházy entzog den Internationalen Haydntagen (sie werden vom Land gefördert) das Schloss als Spielort und gründete sein eigenes Herbstfestival. Die Politik wiederum versagte den Opernfestspielen St. Margarethen (mit Stiftungsmitteln veranstaltet) die Subventionen. Esterházy klagte diese Gelder daraufhin ein, weil die Weigerung den Gleichheitsgrundsatz verletze, und bekam in zwei Instanzen recht. Das Opernfestival, hieß es 2017, werde erst wieder stattfinden, wenn sich die Politik dafür engagiere.


    Personalwechsel half
    Auch dieser Wille ist nun in der Grundsatzvereinbarung enthalten. Der Friede sei im Sinne der burgenländischen Tourismus- und Kulturaktivitäten erzielt worden, heißt es. Hinter vorgehaltener Hand hört man, dass ein Personalwechsel hilfreich war: Mit dem Dienstantritt von Kulturlandesrat Hans Peter Doskozil (SPÖ), der im Dezember Helmut Bieler beerbte, sei "der Weg frei geworden" für fruchtbare Gespräche.




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    Aussöhnung, Burgenland

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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2018-02-20 16:35:35
    Letzte Änderung am 2018-02-20 16:41:25


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