• vom 19.10.2018, 16:00 Uhr

Kulturpolitik


Burgtheater

Kušej: "Großteil des Burg-Ensembles übernehme ich"




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    Am Freitag hatte am Münchner Residenztheater mit "Der nackte Wahnsinn" von Michael Frayn die letzte Inszenierung von Martin Kušej als Intendant des Bayerischen Staatsschauspiels Premiere, ehe er mit Beginn der kommenden Saison an die Spitze des Burgtheaters wechselt. "Je näher Wien rückt, desto mehr Spaß macht es mir hier", sagt er davor der Münchner "Abendzeitung".

    Die wichtigste Lehre aus seiner Zeit in München sei, "dass ich jetzt in Wien noch besser darauf achte, dass möglichst viele Leute in einer flachen Hierarchie ihrer Arbeit selbstbestimmt nachgehen können. Ich muss mich nicht überall mit einmischen, das kostet auch viel zu viel Energie", sagte der 57-Jährige in dem Interview. Auch nach dem offenen Brief von Mitarbeitern des Burgtheaters, in dem von einer "Atmosphäre der Angst und Verunsicherung" unter Matthias Hartmann die Rede war, habe er "überhaupt keinen Grund, an der Loyalität des Burgtheater-Ensembles zu zweifeln, das haben wir auch schon längst geklärt. Dieser Brief und die darin angesprochene Zeit sollten und werden mich auch nicht weiter beschäftigen. Wir haben in Wien, und zwar alle gemeinsam, ganz klar gesagt, dass wir einen Neuanfang wollen. (...) Ich sehe mich sicherlich nicht als Tatortreiniger, sondern als künstlerischer Leiter, der die Zukunft des Burgtheaters zusammen mit seinen Mitarbeitern gestalten möchte."


    "Extrem moderat"
    Zur Frage des künftigen Burgtheater-Ensembles sagte der österreichische Regisseur und Theaterleiter: "Natürlich kommen einige Schauspieler vom Residenztheater mit mir nach Wien, aber den Großteil des Burgtheater-Ensembles übernehme ich. Wenn von über 65 Schauspielern 20 der Vertrag nicht verlängert wird, dann sind das doch keine 40 Prozent. Ich war da extrem moderat, habe das ruhig entschieden und professionell kommuniziert."




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    Dokument erstellt am 2018-10-19 16:49:04



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