Wien. Der seit dem Jahr 1999 amtierende Albertina-Chef bleibt im Amt. Wie allgemein erwartet hat Kulturminister Gernot Blümel (ÖVP) heute Klaus Albrecht Schröder als Generaldirektor des von dem Kunsthistoriker und Kulturmanager grundlegend reformierten Museums wiederbestellt. Schröder (63) wird als wissenschaftlicher Geschäftsführer die Geschicke des Hauses nun bis Ende 2024 leiten.

Bereits im Vorfeld hatte Schröder, der zuletzt etwa mit der Übernahme der Sammlung Essl für Schlagzeilen gesorgt hat, erklärt, sich wieder bewerben zu wollen. Schließlich wolle er nicht nur die - für Anfang Oktober geplante, doch aufgrund aufwendiger Restaurierungsarbeiten möglicherweise erst später erfolgende - Eröffnung der Albertina-Dependance im Künstlerhaus erleben, sondern auch ihren geordneten Betrieb. Nicht zuletzt dieser Umstand hat wohl dazu geführt, dass insgesamt nur neun Bewerbungen beim Bundeskanzleramt eingegangen waren. Schröder sieht nun mit "der Entscheidung für mein Museumskonzept die Gründung eines zweiten Standorts der Albertina für die Kunst der Moderne und Gegenwart begrüßt und bejaht".

Monet lockt halbe Million Besucher

Erst im Vorjahr konnte sich die Albertina über rund eine Million Besucher freuen, großer Publikumsmagnet war die Monet-Ausstellung, die mehr als 490.000 Besucher angelockt hat. Die Zahlen sprechen dabei für sich: 2017 hatte man noch rund 792.000 Besucher verzeichnet, im Jahr davor waren es rund 707.000 Besucher. Die Anzahl der Ausstellungen belief sich in den vergangenen fünf Jahren zwischen zehn und 16 Ausstellungen pro Jahr.

Klaus Albrecht Schröder, der bei Antritt seiner nächsten Amtsperiode 64 Jahre alt sein wird, wurde am 15. September 1955 in Linz geboren und studierte von 1976 bis 1983 Kunstgeschichte und Geschichte in Wien. Er dissertierte über den österreichischen Maler Richard Gerstl. Während seines Studiums war er beim ORF als Nachrichtensprecher tätig. 1983/84 war Schröder Studienassistent am Institut für Kunstgeschichte der Universität Wien, 1987/88 persönlicher Referent der damaligen Wiener Kulturstadträtin Ursula Pasterk (SPÖ), zwischen 1988 und 1992 auch Herausgeber und Chefredakteur der Kunstzeitschrift "Kunstpresse".

Vom Kunstforum zur Albertina