Wien. In den Nachtstunden zwischen Skulpturen und Gemälden schlendern, den Blick auf Kunstschätze werfen oder sich von neuen Positionen der jungen Szene beeindrucken lassen? All das kann man wieder am 5. Oktober bei der "Langen Nacht der Museen", an der sich nicht weniger als 730 Häuser beteiligen. Heuer findet die vom ORF initiierte Aktion zum bereits 20. Mal statt.

Vielen bereits bekannt ist daher der "Treffpunkt Museum", wo nicht nur die Tickets erhältlich sind, sondern von wo aus ab 18.00 Uhr in das Museumsabenteuer gestartet werden kann - je nach Route und Ort entweder zu Fuß oder per Bus. Übrigens macht die "Lange Nacht" nicht vor den österreichischen Grenzen halt, auch in Teilen von Slowenien, Liechtenstein, der Schweiz und Deutschland gilt das Angebot. "Im Jahr 2000 vom ORF ins Leben gerufen, ist sie heute die größte Kulturinitiative des Landes mit bis dato 6,5 Millionen Besucherinnen und Besuchern", wird ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz zitiert.

In Wien trifft man sich jedenfalls am Maria-Theresien-Platz zwischen Kunsthistorischem und Naturhistorischem Museum, wobei man sich seine persönliche Route aus 132 Häusern zusammenstellen kann. Neben den großen Namen wie Albertina, Belvedere oder dem erstmals teilnehmenden Haus der Geschichte Österreich (hdgö) lässt sich aber auch die Kuffner Sternwarte erkunden, in der "Science Buster" Werner Gruber laut Ankündigung einige "gigantische Experimente" in petto hat. Ein letzter Rundgang wird hingegen im Alt Wiener Schnapsmuseum ermöglicht, das danach seine Tore schließen wird. Ein spezielles Programm für Kinder gibt es u.a. im Bäckermuseum, der Kunsthalle Wien und dem Museum im Schottenstift.

Im Burgenland sind 38 Institutionen mit dabei, zentraler Treffpunkt ist das burgenländische Feuerwehrmuseum in Eisenstadt. Bei Stadtrundgängen kommt man auch Joseph Haydn näher, während im Turmmuseum Breitenbrunn die Geschichte der Region beleuchtet wird. Dem schnellen Strich und guten Witz begegnet man im Karikaturmuseum Krems, eines von 117 Häusern in Niederösterreich, die bei der "Langen Nacht" mit dabei sind. Nur wenige Schritte weiter ist mit der Landesgalerie Niederösterreich auch ein spektakulärer Neubau zu erkunden. Dem Thema Spionage rückt das Museum Niederösterreich - Haus der Geschichte in St. Pölten auf den Leib.

73 Kulturinstitutionen öffnen in Kärnten ihre Pforten, wobei es hier wie in Niederösterreich zwei zentrale Treffpunkte gibt - in Villach und Klagenfurt. In der Landeshauptstadt wird etwa Kunst mit der Arbeitswelt verknüpft (Kunsthaus Kollitsch), während in Villach die Galerie Freihausgasse ein "Ewiges Archiv" in den Fokus rückt. Aus 85 Angeboten lässt sich in der Steiermark wählen, von der "Kleinen Welt der großen Schlösser" (Meierhof zu Schloss Kornberg) über die Römerhöhle Aflenz bis zu den Klassikern Camera Austria, Universalmuseum Joanneum oder Grazer Kunstverein.