Rom. Während in Rom erwartet wird, dass die Mandatsverlängerung für Uffizien-Chef (und nun doch nicht KHM-Direktor) Eike Schmidt angekündigt wird, hat Italiens Kulturminister Dario Franceschini vor dem Parlament in Rom die Notwendigkeit hervorgehoben, die von ihm 2015 eingeleitete Museumsreform "zu konsolidieren".

Die Reform hatte ausländischen Kulturmanagern wie Schmidt die Tore der prestigereichsten Museen Italiens geöffnet. "Die Museumsreform kann verbessert und konsolidiert werden, doch die Bemühungen zur Aufwertung unserer Museen muss fortgesetzt werden", sagte der Minister, der den Posten bereits von 2014 bis 2018 bekleidet hatte. Sein Ministerium wolle auch zeitgenössische Kunst und Architektur fördern. "Es gibt ganze Bereiche, wie Fotografie, für die es im Ministerium keine Struktur gibt. Das ist eine Herausforderung für die Zukunft", erklärte Franceschini.

Der Sozialdemokrat, seit einem Monat wieder Kulturminister in Italien, klagte über Personalmangel im Kulturministerium. Mindestens 4.000 Anstellungen seien im Kulturbereich notwendig. (apa)