Die Albertina wird die für Donnerstag vorgesehene Eröffnung der neuen "Albertina modern" im umgebauten Künstlerhaus absagen. Das sagte Generaldirektor Klaus Albrecht Schröder am Dienstag der APA. Ob sich die von der Regierung verlautbarten Maßnahmen, die ein Verbot von Indoor-Veranstaltungen über 100 Personen betreffen, auch auf den Museumsbetrieb auswirken, könne er noch nicht sagen.

 "Wir müssen die genaue Formulierung des Erlasses abwarten", so Schröder. Derzeit seien in der Albertina bereits massive Besucherrückgänge zu verzeichnen. Besucher aus Spanien, Frankreich, Italien, asiatischen Ländern oder den USA seien in den vergangenen Tagen kaum mehr zu verzeichnen gewesen, mit 2.100 bis 2.300 Besuchern pro Tag liege man um 1.500 bis 1.700 Besucher unter dem Tagesdurchschnitt. Nehme man dies als Maßstab, sei in den insgesamt 64 Räumen der Albertina der geforderte soziale Abstand im Augenblick mehr als gewährleistet, sagte der Museums-Chef. Eine Verschiebung der für Freitag geplanten ersten Publikums-Öffnung der "Albertina modern" sei aus diesem Grund auch keine Option, die man überlege.

Zuvor war noch geplant gewesen, die Eröffnung im renovierten Künstlerhaus "nicht im ursprünglich beabsichtigten Umfang", sondern nur "im Kreis der Leihgeber sowie der Künstlerinnen und Künstler, die in der Eröffnungsausstellung 'The Beginning. Kunst in Österreich 1945 bis 1980' gezeigt werden" zu feiern. Es wäre bei der Eröffnung mit hohem Andrang zu rechnen gewesen, "die derzeit notwendige soziale Distanz zwischen den BesucherInnen" sei nicht zu garantieren, so Schröder. Ab 13. März sei die "Albertina modern" dann täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. (apa)